Herbst mit Kindern - Wenn das Chaos wieder ins Wohnzimmer zieht

Herbst mit Kindern bedeutet mehr Zeit drinnen und oft auch mehr Chaos. Entdecke praktische Ordnungsideen und kleine Helfer, die den Familienalltag erleichtern und dein Zuhause gemütlich machen – auch wenn das Leben gerade mittendrin stattfindet.

Janina Jaeckel

11/5/20266 min read

“Können wir einfach noch kurz mit zu euch?”

Da steht man bibbernd am Spielplatz und einem bleibt nichts anderes übrig, als “Klar” zu sagen. Dass du den ganzen Morgen gearbeitet hast, gestern abend spät ins Bett gekommen bist und das Chaos der letzten drei Tage eben nicht beseitigen konntest, ist nunmal kein gutes Argument, wenn man mit halb erfrorenen Kindern konfrontiert wird, die mal aufs Klo müssen.

Im Oktober gab es noch diese einzelnen wirklich schönen Tage, die perfekt waren, um den Nachmittag auf dem Spielplatz oder im Garten zu verbringen. Klar bedeutete das auch letzten Monat schon matschige Hosen und nasse Jacken. Trotzdem findet ein Großteil des Familienlebens eben doch draußen statt.

Im Herbst, wenn die Tage kürzer, nasser und kälter werden, verändert sich automatisch auch unser Alltag. Besonders mit Kindern.
Vorher ganz unkompliziert verbrachte Nachmittage auf dem Spielplatz erfordern plötzlich mehr Koordination, mehr Vorleistung und erzeugen einfach verdammt viel Chaos.

Wenn dein Zuhause im Herbst plötzlich mehr leisten muss

Gerade als Familie mit Kindern verändert sich die Nutzung unserer Räume im Laufe des Jahres erheblich.
Wo sonst nur abends noch gelesen wurde, entstehen plötzlich ganze Duplo-Landschaften. Bastelsachen verteilen sich überall und Kuscheltiere ziehen auf das Sofa.

Und irgendwo dazwischen spielen die Kinder mit ihren Freunden.

Dazu kommen die typischen Begleiter der kühlen Jahreszeit. Dicke Jacken. Matschhosen. Nasse Schuhe und Regenschirme. Von den eigenen Kindern und dem Besuch.

Unser Zuhause muss plötzlich ganz andere Anforderungen erfüllen. Es muss jetzt wirklich funktionieren.

Denn kaum ist das Wohnzimmer einigermaßen aufgeräumt, kommt schon der nächste Spielbesuch. Manchmal geplant. Und im schlimmsten Fall total spontan.

Natürlich versuchst du dich nicht zu sehr an dem Chaos zu stören. Deinen Wert nicht daraus zu ziehen. Und doch bleibt diese kleine kritische Stimme in dir nie ganz still.

Dabei ist dein Zuhause ja eigentlich genau der Ort, an dem du gerne deine Zeit verbringen solltest. Ein heiliger Ort zur Regeneration, Freude und eben auch um dich mit anderen zu verbinden.

Wir wissen eigentlich, dass es mit Kindern nicht leicht ist, Ordnung zu halten. Und dass ein Zuhause, in dem Kinder glücklich aufwachsen, nicht jederzeit perfekt aufgeräumt sein kann. Bei anderen gestehen wir ihnen das ganz selbstverständlich zu. Bei uns selbst sieht das oft anders aus.
Wir wollen schließlich, dass sich unser Besuch wohl fühlt.

Und genau das verändert sich nicht, wenn unser Wohnzimmer ein Ort der Begegnung ist. Hier darf es Spuren des Lebens geben. Es darf gespielt, gebastelt, getobt und viel gelacht werden.

Perfektion ist hier kein Ziel, sondern eine Form der Selbstgeißelung. Was allerdings wirklich hilft und den Stress rausnimmt, sind einige wenige, aber wirklich durchdachte Lösungen, um den Familienalltag im Herbst wirklich zu erleichtern. Einfach, damit sich nicht alle Dinge an den ungünstigsten Stellen sammeln.

Kleine Helfer die den Herbst mit Kindern leichter machen

Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen, die einen großen Unterschied machen. Und das ist auch wichtig, denn mit den regelmäßigen Veränderungen im Laufe des Jahres wollen wir ja nicht jedes Mal alles komplett neu einrichten. Schon so eine Kleinigkeit wie ein Duftstein mit ätherischen Ölen im Eingangsbereich erzeugt eine Gemütlichkeit, die unschlagbar sind.

Hier habe ich ein paar meiner eigenen Lieblingsideen gesammelt, die sich besonders im Herbst und Winter mit Kindern und vielen Gästen bewährt haben. Damit du nicht groß suchen musst, habe ich dir hier einige Artikel rausgesucht und über den mit Sternchen gekennzeichneten Affiliate-Link kommst du direkt zum Artikel. Das spart dir Zeit und unterstützt mich zusätzlich bei meiner Arbeit.

Ein großer Sammelkorb für Spielsachen im Wohnzimmer

Wenn das Wohnzimmer regelmäßig zum Spielzimmer wird, macht es Sinn, hier auch Platz für die Spielsachen zu schaffen. Ein großer offener Korb* ist eine praktische Lösung für große Gegenstände wie Kuscheltiere. Was am Abend liegen bleibt, kann hier rein geworfen und beim nächsten Spiel einfach wieder rausgeholt werden.

Ein Sammelkorb hilft dir besonders dann, wenn sich spontaner Besuch ankündigt und du noch schnell ein wenig Chaos verschwinden lassen willst.

Wichtig ist, dass der Korb eine klare Aufgabe hat und nicht zum dauerhaften Sammelplatz für alles Mögliche wird.

Spielsachen auf Rollen

Für Kleinteile wie Lego oder Duplo eignen sich besser rollbare Regale mit herausnehmbaren, durchsichtigen Kisten. Darin kann alles relativ schnell wieder einsortiert werden, ohne im totalen Chaos zu enden.

Auch für Bastelsachen eignet sich so ein mobiles Regal* sehr gut. Es wird dorthin geschoben, wo es gebraucht wird. Das erzeugt Lust zu basteln und ist gleichzeitig schnell wieder weggebracht.

Rollbar ist hier besonders wichtig. Denn dadurch werden Spielsachen genau dort verfügbar, wo gespielt wird. Das reduziert automatisch die Hürde, aufzuräumen. Besonders mit Kindern, die sonst schnell mal auf dem Weg abgelenkt werden.

Wer wir wir weniger Platz braucht, kann auch einfach einen offenen Wagen nehmen und den selbst mit Ordnungshelfern ausstatten. Wir haben diesen in Mint genommen und er leistet gute Dienste.

Ein Schirmständer für nasse Regenschirme

Wenn Gäste mit nassen Regenschirmen kommen, ist es oft schwierig, die sinnvoll unterzubringen. Hier hilft ein Schirmständer mit herausnehmbarer Abtropfschale*. So haben die Schirme einen festen Platz und kein Wasser verteilt sich auf dem Boden.

Bei kleinen Handschirmen reicht dafür meist schon eine etwas größere Schale.

Eine Schuhwanne für nasse Schuhe

Wenn im Herbst Gummistiefel und matschige Kinderschuhe zur Tagesordnung gehören, hilft eine Schuhwanne*. Das hat mehrere Vorteile: Der Boden bleibt sauber. Und die Gäste wissen direkt, wo sie ihre Schuhe abstellen können.

Ein zusätzlicher Jackenständer

Schnell in den Flur gestellt und ebenso schnell wieder weggeräumt ist ein freistehender Garderobenständer*. Dort finden Erwachsene und Kinder den passenden Platz in ihrer Höhe. Und bei Bedarf kann eine Abtropfwanne darunter gestellt werden.

Besonders hilfreich finde ich daran, dass man nicht ständig mehr Platz für Gäste einplanen muss. Eben nur dann, wenn Gäste kommen.

Gästepantoffeln für kalte Füße

Einfach eine nette Geste sind eine Handvoll Gästepantoffeln*, die deinen Gästen direkt zeigen, dass du an ihre Bedürfnisse gedacht hast. Auch ein paar dicke kuschelige Socken in einem Korb reichen schon, um dieses Gefühl von Willkommen sein zu erzeugen.

Besonders wenn die Socken draußen vielleicht nass geworden sind.

white ceramic mug on white ceramic saucer
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Notizen vom Wegesrand

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Mach es dir Zuhause gemütlich - nicht perfekt ordentlich

Was ich besonders wichtig finde: Ordnung soll dein Leben erleichtern und kein Quell für mehr Stress und Dauerbelastung sein.
Wenn du jeden Abend zu spät ins Bett kommst, weil du noch aufräumen musst, lohnt es sich, das System nochmal zu überdenken. Denn dein Schlaf ist wichtiger als jede Ordnung der Welt.

Chaos entsteht nicht, weil wir zu wenig aufräumen. Es entsteht, wo das Wegräumen zu kompliziert oder zu anstrengend ist. Überall dort, wo die Struktur nicht zu unseren tatsächlichen Abläufen passt und es einfach zu viele Handgriffe sind.

Gerade im Alltag mit Kindern ist es wichtig, dass die Ordnungssysteme unkompliziert sind und eben funktionieren. Sie sollen zu den Menschen passen, die sie nutzen. Nicht umgekehrt.

Chaos ist kein Charakterzug. Es zeigt dir nur, wo deine Umgebung nicht zu dir und deinem Alltag passt.

Vielleicht ist gerade der November eine schöne Gelegenheit, das eigene Zuhause einmal mit etwas anderen Augen zu betrachten.

Schau dich einmal um, ohne zu bewerten. Und dann frage dich, was du verändern könntest, damit es noch einfacher wäre.
Wo brauchst du vielleicht zusätzlichen Stauraum? Welche Dinge brauchen jetzt mehr Platz? Wo brauchst du eine Ablagefläche?

Dein Zuhause soll nicht nur dann gemütlich sein, wenn du genug Zeit und Energie zum Aufräumen hattest.
Es soll sich immer dann gut anfühlen, wenn das Leben gerade mittendrin stattfindet. Egal wie dein Alltag gerade aussieht.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Herbstzeit und viele Gründe zum Lachen in deinem Zuhause.

Deine Janina

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